Ringreiten - Pferdesport mit Tradition

Unter Ringreiten versteht man einen Pferdesport, bei dem es die Aufgabe des Ringreiters ist, im Galopp unter einem Galgen hindurch zu reiten und dabei mit einer Lanze Ringe aufzuspießen, die mit Magneten an Bändern befestigt sind. Sieger ist, wer dabei die meisten Ringe eingesammelt hat.

Anfangs sind 24 Ringe im Spiel, die einen Durchmesser von ca. 22mm haben. Im Laufe des Wettkampfs werden die Ringe aber immer kleiner bis sie einen Durchmesser von ca. 6 mm haben. Diese mit der Lanze, die zwischen 50cm und 1,60m lang ist, aufzuspießen erfordert einiges an Geschick und Übung und blindes Vertrauen zwischen Reiter und Pferd.

Trotz oder gerade wegen dieser Herausforderung versuchen es jedes Jahr zwischen Mai und August bis zu 1000 Reiter pro Turnier, alle mit dem Ziel zu gewinnen und zum sogenannten "König" ernannt zu werden.

Besonders beliebt ist diese Sportart, die bis ins Mittelalter zurückzuverfolgen ist, im norddeutschen Raum und in Süddänemark. Die hier stattfindenden Wettkämpfe gleichen einem Volksfest denn neben dem eigentlichen Ringreiten gibt es zahlreiche Fahrgeschäfte und Essenstände, die für das leibliche Wohl und zusätzliche Unterhaltung der Zuschauer sorgen, die zahlreich zu dieser Publikumsattraktion strömen.

Gemein haben alle Ringreiterwettkämpfe zudem einen geregelten Ablauf. Eröffnet wird das Ringreiten mit einem spektakulären Umzug, dann folgt der Wettkampf mit Rahmenprogramm und zu guter letzt treffen sich die Duellanten zum traditionellen Ringreiteressen, bei dem eine spezielle Ringreiterwurst gereicht wird.