Pfingsten ist grundsätzlich sieben Wochen nach Ostern und 10 Tage nach Christi Himmelfahrt. Laut biblischer Geschichte wurde an diesem Tag der Heilige Geist, sichtbar durch Feuerzungen, ausgesondert. Beim Pfingstbrauchtum spielt entweder dies biblische Geschehen eine Rolle oder es hat einen jahreszeitlichen Bezug.

Kirchlicher Pfingstbrauchtum

Dazu zählt das Pfingstfeuer, das meist im Süden Deutschlands Brauch ist. Dieses soll als Zeichen der Erleuchtung gelten und steht als Symbol für den Heiligen Geist. In diesem Zusammenhang gibt es auch die sogenannte Pfingstkerze. Diese steht in der Familie mitten auf dem Frühstückstisch. Zu Pfingsten, sowie auch zu Ostern, soll das Wasser eine besondere Segenskraft haben. Aus diesem Grund werden Taufen gern auf diese Feiertage gelegt.

Weltlicher Pfingstbrauchtum

Zu den Pfingstbräuchen gehören auch die Pfingstbäume, die denselben Hintergrund haben wie die Maibäume.

Vielerorts sieht man Kinder an den Straßen stehen, die kleine Pfingststräuße verkaufen. Auch eine Tradition ist das Pfingstbrunnenfest, wobei der Dorfbrunnen mit Blumen und Birkenstämmchen, an denen bunte Bänder sowie Ketten mit ausgeblasenen und bunten Eiern hängen, geschmückt wird. Aber auch Häuser, Kirchen, Ställe und Autos werden mit grünen Birkenzweigen und Blumen zu Pfingsten geschmückt.

Zum Teil noch Tradition in ländlichen Gegenden ist der Pfingstochse. Ein Ochse geschmückt mit Blumen, Kränze und Bändern führt hier einen Umzug durch das Dorf an. Umzüge, bei denen nicht unbedingt der Ochse im Vordergrund steht, gibt es zu Pfingsten in vielen Regionen Deutschlands, bezeichnet als die Pfingstumzüge.