Sie Sagengestalt Frau Perchta findet ihren Ursprung in der kontinentalgermanischen und slawischen Mythologie . Bekannt ist sie besonders im oberdeutschen Sprachraum, sowie in Slowenien und Tschechien. In Mittel- und Süddeutschland ist sie weitgehend unbekannt.

Frau Perchta ist ein Synonym der in Mitteldeutschland bekannten Frau Holle. Deren Name stammt vermutlich aus dem altdeutschen perat= hell, glänzend. Andere Vermutungen weisen auf, dass der Name Perchta keltischen Ursprung ist.

Der Sage nach bestraft Frau Perchta, Faulheit und Verstöße gegen das Festspeisegebot, mit Alpträumen und in manch schlimmeren Fällen sogar mit dem Aufschlitzen des Bauches. Dabei soll sie diesen mit Steinen befüllt und in den Brunnen geworfen haben. Ihr Atem kann töten und blenden.

Umgekehrt belohnt Frau Perchta Fleiß und Hilfsbereitschaft mit goldenen Fäden und Münzen, die Mägde in Eimern am Brunnen finden. Zudem wird der Perchta nachgesagt, dass sie verantwortlich für das Wachsen und Gedeihen des Getreides verantwortlich sei. Der Brunnen hat für die Perchta eine ganz bedeutende Rolle, denn er ist der Ort, an dem sie die noch nicht geborenen Seelen hütet und beschützt.

In den Rauhnächten , in der Zeit zwischen Wintersonnenwende und dem 6. Januar, soll Frau Perchta durch die Lüfte fahren, so wird es ihr nachgesagt. Eine gewisse Ähnlichkeit lässt sich zwischen Frau Perchta und Knecht Ruprecht finden. Zum einen, das bestrafende, aber auch belohnende Verhalten verbindet die beiden.