Viele traditionsreiche Sitten prägen unser Leben. Welchen Ursprung sie haben liegt manchmal tausende von Jahren zurück. Auch das Osterfeuer gehört zu einem alten Brauch, es war schon im Altertum für die Menschen heilig gewesen.

Damit hofften germanische Völker den Winter und die damit verbundene Dunkelheit zu vertreiben. Die Sonne wurde mit dem Osterfeuer begrüßt und somit der Frühling. Die warme, Licht spendende Sonne bringt Wärme, Fruchtbarkeit und Wachstum der Ernte.

Bereits im Winter wurden schon Reisig und Holz gesammelt, damit der Holzstoß groß genug wurde. Es hieß der große Schein bringt Glück und verschont die Häuser vor Feuer. Dieser heidnische Brauch wurde im 8. Jahrhundert in Frankreich zum Ostbrauch. Das Osterfeuer wurde auf Jesus und Gott übertragen. So entstand das höchste christliche Kirchfest.

Das heilige Ereignis ist auch heute noch Tradition. Das Osterfeuer symbolisiert nach christlichem Brauch, wie die Sonne nach der Dunkelheit erscheint, erscheint auch Jesus Christus. Schon vor dem christlichen Fest sammeln Kinder Reisig und Holz. Es wird zu einem großen Osterfeuer aufgeschichtet. Und traditionell am Ostersamstag entzündet.

Zu diesem alljährlichen Ritual versammelt sich die Gemeinde. Eine Osterkerze wird am Osterfeuer entzündet, sie symbolisiert die Auferstehung Jesus Christus. Er will uns das Licht sein, auf unserer oft so dunklen Welt.

Alle Mitfeiernden tragen eine Kerze in den Händen, dieses Licht kann mit nach Hause genommen werden. Nach altem Brauchtum, heißt es: Christus, der Auferstandene begegnet uns auch im eigenen Heim und beschützt uns. Die Osterkerze wird in die vollkommene dunkle Kirche getragen, dort gibt sie das heilige Licht an die Gottesdienstbesucher weiter.