Mettenschicht, ein altertümlicher Brauch

Was man unter Mettenschicht versteht, wissen nicht viele Menschen. Der Begriff "Mettenschicht" kommt aus dem Altertümlichen und ist ein bergmännischer Urbrauch. Sobald die Schicht zuende war, in einem Bergwerk, hatte der Steiger die Aufgabe, ein Klopfzeichen zu geben, damit die Bergmänner wussten das jetzt Schichtende ist.

Der Steiger bereitete im sogenannten Huthaus eine feierliche Predigt vor und ein köstliches Mahl, mit anschließender Zigarre, beendete dann endgültig diese Schicht. In der Predigt sangen die Bergmänner Loblieder und dankten für den Bergsegen, der ihnen beschert wurde. Dieser Brauch geht zurück vom Erzgebirge, wo es eine Art Weihnachtsfeier für die Bergleute darstellen sollte.

Auch heute noch wird eine solche Mettenschicht im Erzgebirge gefeiert, jedoch ist dies eher für die Touristen gedacht, damit man sich in die Lage der damaligen Bergleute hineinversetzen kann. Dort kann man auch heute noch im Bergbaumuseum ein Huthaus besichtigen.

Bei der Mettenschicht wird Bergmusik gespielt, es wird Glühwein ausgeschenkt und man wählt sozusagen den besten Mitarbeiter im Bergbau, das las besonderes Highlight gilt. Mit diesem alten Brauch, wurden die Bergleute in die Weihnachtszeit eingestimmt, da dieser Brauch immer zur Adventszeit stattfand