Unter einem Maibaum versteht man einen geschmückten Baum oder Baumstamm, der am 1. Mai (in manchen Gegenden auch schon am Vorabend des 1. Mai) aufgestellt wird. Oft ist dies mit einer kleinen Feierlichkeit am Dorfplatz und einer vorausgehenden Prozession durch das Dorf verbunden.

Dieses Brauchtum ist in vielen Teilen Mittel- und Nordeuropas verbreitet; die Ursprünge gehen bis ins 16. Jahrhundert zurück. Der Usprung dieses Brauches ist wohl auf Fruchtbarkeitsrituale zurückzuführen.

Rund um den Maibaum gibt es verschiedenste Bräuche (die jedoch regional variieren), etwa das Beschaffen des Baumes aus dem Wald, die Entrindung, das Schmücken, sowie das Aufstellen und Bewachen.

Geschmückt wird der Maibaum mit bunten Girlanden, Bändern und Symbolen verschiedener Berufe. Die Spitze des Maibaumes zieren ein Kranz und die grüne Baumspitze.

Der alte Brauch des Maibaumstehlens ist auch heute noch weit verbreitet. Es gibt jedoch regionale Unterschiede beim Stehlen. In Ostfriesland beispielsweise gilt der Baum als gestohlen, wenn der Dieb drei Spatenstiche gegen ihn ausführt. In Österreich muss der Baum vollständig umgelegt werden und in Bayern gar ganz gefällt werden.

Regional verbreitet ist auch das sogenannte Maibaumkraxeln, bei dem meist junge Burschen versuchen, so schnell wie möglich an die Spitze zu klettern und dort etwas vom Baumgrün zu erwischen.

Mit dem Maibaum verwandt ist der Mittsommerbaum aus Schweden.