Ein Liebesschloss ist nicht, wie der Name vermuten lässt ein romantischer Ort für Verliebte. Es handelt sich hierbei um einen Brauch, Vorhängeschlösser an einer Brücke zu befestigen.

Der Ursprung eines Liebesschlosses liegt warscheinlich in Italien. Absolventen der Sanitätsakademie San Giorgo in Florenz, haben ihre Spindschlösser an der Brückenlaterne auf der Milvischen Brücke, die in Rom über den Tiber führt, befestigt, um ihr Ausbildungsende zu demonstrieren.

Dieser Brauch wurde von verliebten Paaren übernommen. Populär wurde er allerdings erst mit den Romanen des italienischen Schriftstellers Federico Moccia, und deren Verfilmungen. In diesem Geschichten schworen sich die Protagonisten, schworen sich ewige Liebe und befestigten das Schloss an einer Brückenlaterne. Anschließend wurde der Schlüssel in den Tiber geworfen.

Die Schlösser beinhalten meist die Namen, anhand einer Gravur oder Beschriftung, der Verliebten und dienen als Zeichen ewiger Liebe ( "per sempre")

In Ungarn wird dieser Brauch seit 1980 an einem Schmiedeeiserem Zaun zelebriert und praktiziert.

In vielen Ländern kennt man nun die Liebeschlösser, auch in Deutschland ist dieser Brauch nun angekommen. An der Kölner Hohenzollernbrücke wurden im Sommer 2008 die ersten Liebesschlösser gesichtet.

Doch nicht überall werden Liebesschlösser gerne gesehen. Gerade in Italien, dem Ursprungsland dieses Brauches wurde im Jahre 2007, in Rom ein Verbot gegen diesen Brauch ausgesprochen. Die Geldbußen, bei einem Aufhängen eines solchen Schlosses an der Milvischen Brücke, liegen bei 50€.