Das Wort Leichenschmaus ist und bleibt etwas irritierend und kann dem, was es ausdrücken soll, nicht wirklich gerecht werden.

Eigentlich ist der Leichenschmaus eine Ehrerbietung an den Verstorbenen, oder auch an seine Seele, die man einfach ein Stück weit begleiten möchte, der man eine letzte Ehre erweisen möchte.

Brauch ist es, dass die Familie des Verstorbenen alle nach der eigentlichen Trauerfeier, bei der der Körper beerdigt wird, zusammen ruft, auch enge Freunde und Wegbegleiter im Leben, um bei Speisen und Getränken, dem Menschen zu gedenken, der einem im Leben ein Stück weit begleitet hat.

Der Leichenschmaus sieht in der Regel so aus, dass Kaffee und Kuchen gereicht wird, also die klassische Kaffeetafel angeboten wird. Natürlich wird diese Gesellschaft sich sehr ruhig verhalten, sich über den Verstorbenen unterhalten, es werden Beileidsbekundungen ausgesprochen, falls noch nicht geschehen und alte Geschichten erzählt, die man vielleicht erlebt hat.

So manches Mal fließt auch Alkohol, was aber nicht Jeder also passend erachtet, denn schlussendlich soll der Leichenschmaus ja ein besinnliches Zusammentreffen sein, bei dem man seinen Gedanken nachhängt.

Man beschäftigt sich einfach mit der Tatsache, dass ein geliebter Mensch nicht mehr da ist und man hilft sich untereinander, um diese Wahrheit zu tragen, die Trauernden zu stützen, seine Hilfe in schwerer Zeit anzubieten.